ADS / ADHS...

...steht für Aufmerksamkeitsdefizit- /Hyperaktivitätsstörung!

Die Abkürzung ADS bezeichnet eine Aufmerksamkeits-Defizit-Störung. Kommen motorische Unruhe und übermäßiger Bewegungsdrang (Hyperaktivität) hinzu, spricht man von einer ADHS. Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität sind die Hauptmerkmale der Erkrankung.

Dabei handelt es sich um eine der häufigsten Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters. Etwa drei bis fünf Prozent der Kinder im schulpflichtigen Alter sind davon betroffen. Damit befinden sich rein statistisch betrachtet in jeder Schulklasse ein bis zwei erkrankte Kinder.

Ursachen:
Ursache der neurobiologisch bedingten Erkrankung ist eine Fehlregulierung wichtiger Botenstoffe im Gehirn, der sogenannten Neurotransmitter, vor allem Dopamin und Noradrenalin. Noradrenalin sorgt für Aufmerksamkeit, Dopamin steuert Antrieb und Motivation. Bei einem Mangel der beiden Botenstoffe kann die Konzentration auf eine Sache oder Tätigkeit gestört sein. Zudem kann das Gehirn von Kindern mit AD(H)S unwichtige innere und äußere Reize kaum unterscheiden und deshalb Impulse darauf schlecht steuern oder hemmen. So entsteht eine kaum kontrollierbare Reizüberflutung.

Typische Symtome...
...treten einzeln oder aber auch gehäuft und über einen längeren Zeitraum auf. Die betroffenen Kinder können sich nicht über eine längere Zeit mit einem Thema beschäftigen, sind leicht abzulenken, reagieren oft impulsiv und handeln ohne nachzudenken.

Von AD(H)S betroffene Kinder können sich selbst beim Spielen kaum über längere Zeit konzentrieren, da sie nicht in der Lage sind, die auf sie einströmende Gedankenflut zu ordnen. Sie sind immer in Bewegung und haben Schwierigkeiten, ihr Verhalten bestimmten Situationen anzupassen. Ihre Stimmung kann unvermittelt umschlagen, was sie auf andere oft unberechenbar wirken lässt. Auf Misserfolge oder Ermahnungen reagieren sie häufig schnell und übermäßig gereizt und wütend.

Unbehandelte Kinder und Jugendliche mit AD(H)S tendieren bei einer Störung des Sozialsverhalten zu sozialen Randgruppen. Eltern machen sich in dieser Zeit oftmals große Sorgen, ihr Kind könne auf die "schiefe Bahn" oder in eine Suchtkarriere geraten.

Weitere Symtome können u.a. sein:

Konzentrationsschwäche, leicht ablenkbar
geringe Frustrationstoleranz
starke Stimmungsschwankungen
Vergessen von wichtigen Dingen, Informationen etc.
motorische Unruhe, impulsiv
Clownerie oder Träumerei
Konflikte mit Lehrern oder Mitschülern
Unordnung im schulischen und häuslichen Bereich
Schul- und Versagensangst, evtl. mit körperlichen Beschwerden
Probleme bei den Hausaufgaben, Unlust, ablehnende Haltung
Keine Erfolge unter Stresssituationen (z.B. Klassenarbeiten)
kein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten


Andererseits...

... sind Kinder mit AD(H)S in der Regel aufgeschlossen und voller Tatendrang. Sie sind begeisterungsfähig, kreativ und oft sehr hilfsbereit - Eigenschaften, die häufig übersehen werden!

Deshalb ist eine individuelle Lerntherapie sinnvoll:
Neben ggf. anderen notwendigen Therapien (z.B. medikamentöse Therapie, einzelpsychotherapeuticher Maßnahmen, Familientherapie etc.) biete ich Ihnen bzw. Ihrem Kind als Ergänzung dazu eine individuelle Lerntherapie mit sozialem Kompetenz- und Aufmerksamkeitstraining an. Damit wird die schulische Leistung und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und somit auch die Motivation zum Lernen gesteigert.

Die Wiederherstellung einer positiven Lernstruktur führt zum selbstständigen und eigenverantwortlichen (Lern)verhalten, wodurch das Lernklima in der Schule verbessert und die angespannte Familiensituation entlastet wird.

Tipp:
Hilfreiche Informationen zum Thema ADS/ADHS finden sie im Leitfaden ads|ashs, einer Informationsbroschüre des Hamburger Arbeitskreises (HAK).

Weitere Informationen finden Sie z.B. hier:
Bundesgesundheitsministerium zu AD(H)S
Neues und umfangreiches Info-Portal: adhs.info


ellen seidel © 2007-2012
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